Kein Klimapardon für Simba: Elefant in Stuttgarter Zoo soll wegen zu hoher Methan und CO2-Emissionen eingeschläfert werden


Simba: *17.5.1981,10.9.2019 (Bildquelle)



Der Stuttgarter Zoo wird grün. In einer mit den Stimmen der grünen Mehrheit im Stuttgarter Stadtrat beschlossenen Entscheidung soll der im Stuttgarter Zoo lebende Elefant Simba eingeschläfert werden. Der sanfte Riese, der stets beliebt war bei Alt und Jung, soll dem Kampf gegen den Klimawandel zum Opfer fallen.

„Die Entscheidung war hart, aber sie musste getroffen werden,“ sagte der grüne Oberbürgermeister Fritz Kuhn über die Entscheidung zur Einschläferung. „Nach eingehender Analyse des Zoos im Hinblick auf dessen Klimabilanz wurde klar, dass Simba für fast die Hälfte aller klimafeindlichen Emissionen des Zoos verantwortlich ist.“

Laut der vom Ökoinstitut Lebensfrei durchgeführten Analye emittiert der 38 Jahre alte Simba jedes Jahr über seinen Verdauungstrakt Methan und Lachgas im Äquivalent von knapp 2.000 Tonnen CO2. „Zählt man hier noch das CO2 aus seiner Atemluft hinzu, dann sind es über 10.000 Tonnen,“ so Lisa-Marie Häberle-Dünbrett, die für Lebensfrei die Klimaanalyse des Stuttgarter Elefanten durchführte.

In der bunt bebilderten Broschüre mit der Klimaanalyse des Stuttgarter Zoos finden sich einige beeindruckende Vergleiche für die Klimaschädlichkeit von Sima. Dessen klimatischer Fußabdruck ist in etwa vergleichbar mit einer Million Mäusen oder einer Quadrillion Küchenschaben, von denen es weltweit nicht einmal ein Viertel geben soll.

Auch im Vergleich zu Greta Thunberg schneidet Simba kläglich ab. So bräuchte es zwanzig Jachten mitsamt eingeflogener Crew, um auf Simbas Werte zu kommen. Sogar Leonardo di Caprio schneidet besser ab, der nur etwa drei Viertel des klimatischen Fußabdrucks von Simba aufweist.

Die geplante Einschläferung von Simba soll ohne Öffentlichkeit in den kommenden Tagen vollzogen werden, um Kritikern zuvorzukommen. Diese planen eine Demo für Simba, allerdings kündigte Oberbürgermeister Kuhn bereits an, die Demo frühestens einen Tag nach Simbas Einschläferung zu genehmigen.

„Dann aber gibt es keinen Grund mehr dafür und so können sie das Ding sowieso gleich wieder absagen. Sowieso, Simba ist grau und ist grau nicht auch ein bisschen braun? Das sind alles nur Nazis, die dagegen sind,“ so Kuhn.
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